DER HUND - KEIN REINER FLEISCHFRESSER

Der Hund ist zwar seit tausenden von Jahren domestiziert, sein Verdauungstrakt unterscheidet sich allerdings nur unwesentlich von dem des Wolfes. Dessen evolutionär entstandenes Nahrungsspektrum setzt sich wie folgt zusammen: Fleisch, Innereien und Knochen, Insekten, dazu pflanzliche Bestandteile wie Kräuter, Gräser, Wurzeln, Fallobst und schließlich teilweise dem Magen-Darm-Inhalt des Beutetieres, der Spuren von Getreide enthalten kann. Einen Hund artgerecht zu ernähren bedeutet also, dieses Nahrungskonzept auf natürliche Weise bestmöglich zu imitieren.

GETREIDE - EIN UNWESENTLICHER NAHRUNGSBESTANDTEIL

Wie schon erwähnt, sieht das natürliche Nahrungsspektrum des Wolfes nur sehr geringe Mengen an Getreide für diesen vor. Wenn überhaupt, dann ist es in der Natur nur in kleinsten Mengen im Magen-Darm-Trakt des Beutetieres enthalten. Entsprechend sind die Verdauungsorgane entwicklungsbedingt nicht darauf ausgerichtet, große Mengen an Getreide optimal zu verdauen und generell ist pflanzliche Stärke (hoher Gehalt z.B. in Getreide wie Weizen, Reis, etc., Nudeln oder Kartoffeln) für Hunde allenfalls gekocht beziehungsweise erhitzt überhaupt verwendbar. Hinzu kommt dass viele Hunde an Allergien gegenüber verschiedenen Getreidebestandteilen leiden. Eine natürliche und artgerechte Fütterung des Hundes sollte daher möglichst getreidearm oder, erstrecht bei bekannten Allergien getreidefrei sein oder glutenfreies, so genanntes Pseudogetreide als Alternative enthalten.

NASSFUTTER ALS ARTGERECHTE ERNÄHRUNG

Das natürliche Beutetier des Wolfes ist lebendig - enthält also sehr viel Feuchtigkeit (von Aas einmal abgesehen) - dementsprechend haben sich auch die Verdauungsorgane des Tieres entwickelt. Da wir Wert auf eine naturnahe und somit artgerechte, gesunde Ernährung legen, empfehlen wir von Terra Canis, Hunde und Katzen grundsätzlich feucht zu ernähren. Auch das von uns angebotenen luftgetrocknete Areo sollte vor der Fütterung unbedingt mit erwärmten Wasser eingewicht werden. 

NÄHRSTOFFVERSORGUNG

Da das freilebende Beutetier bekanntlich keine synthetisch erzeugte Stoffe oder sogenannte "Chemie" enthält, verzichten wir bei Terra Canis selbstverständlich auf sämtliche synthetisch hergestellte Vitamine und Mineralstoffe. Die Nährstoffe werden dem Organismus des Hundes - wie in der Natur - über das frische Fleisch, Gemüse, Obst und die Kräuter zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus gleichen wir den durch den Garprozess bzw. die Erhitzung der Dosen entstehenden Nährstoffverlust ausschließlich durch natürliche Zusätze aus (Seealge, Mineralerde, Blütenpollen, Molke, Hagebuttenpulver etc.) aus. Der Vorteil von natürlichen Vitaminen gegenüber synthetischen Vitaminen ist vor allem darin zu sehen, dass natürliche Vitamine unaufgeschlossen - eingebettet in schützende Strukturen (natürliche Begleitstoffe oder "sekundäre Pflanzenstoffe") vorliegen, die die Vitamine unempfindlicher gegenüber Zerstörung und eine Vielzahl destabilisierender Faktoren machen und deren Aufnahme in den Organismus erleichtern. Tatsache ist, dass vielen kommerziellen und industriell hergestellten Futtermitteln oftmals zu große Mengen synthetischer Vitamine zugesetzt werden, was in einigen Fällen durchaus zu einer Überdosierung mit gesundheitlichen Konsequezen führen kann. Eine derartige Überdosierung ist nur schwer durch natürliche, pflanzliche Vitaminquellen zu erzielen.

SALZ- BZW. NATRIUMBEDARF

Entgegen der verbreiteten Meinung, unsere Vierbeiner sollten konsequent salzfrei ernährt werden, benötigen diese naturbedingt eine gewisse Menge an Salz. Salz, das in der freien Natur über das Blut der Beutetiere aufgenommen wird. Das darin enthaltene Natrium ist für den Hund essenziell. Terra Canis Menüs enthalten daher eine geringe Menge Andensalz - ein unbehandeltes Natursalz, welches eine hervorragende natürliche Natriumquelle ist.

 

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Welpen und Junghunde haben während des Wachstums und aufgrund ihrer übermäßigen Aktivität einen höheren Energiebedarf. Die Futtermenge sollte daher über derjenigen des erwachsenen/ausgewachsenen Hundes liegen. Zudem hat eine Welpe/Jundhund einen erhöhten Bedarf an Kalzium solange er sich im Wachstum befindet. Es ist wichtig, dass der Welpe/Junghund in dieser Zeit ausreichend Kalzium zu sich nimmt, damit es nicht zu Mangelerscheinungen und in der Folge zu Wachstumskrankheiten kommt. Unsere Menüs für Welpen enthalten daher eine größere Menge an Bio-Eierschalen, um diesem Bedarf gerecht zu werden. Beides (der Energie- und Kalziumgehalt der Nahrung) sollte eine bestimmte Menge jedoch auch nicht übersteigen, da ein zu schnelles Wachstum ebenfalls Schäden z.B. in der Skelettbildung verursachen kann. Eine in spezialiesierten Tierarztpraxen oder von Ernährungsspezialisten erstellte "Wachstumskurve" kann bei der Überwachung der Wachstumsgeschwindigkeit hilfreich sein. Welpen sollten für sie leichtverdauliche Nahrung bekommen. Dies bedeutet einen Mix aus viel hochwertigem Fleisch, Obst, Gemüse und einer geringen Menge an glutenfreiem Pseudogetreide (z.B. Hirsen, Naturreis). 

 

Auch für ältere Hunde sind unsere Menüs bestens geeignet. Sie werden in der Natur kein alterndes Tier finden, das sich instinktiv anders ernährt als seine jüngeren Artgenossen. Lediglich der Energiebedarf des Hundes reduziert sich - zum einen durch die sinkende körperliche Fitness und Aktivität, zum anderen durch den sich verlangsamenden Stoffwechsel. Gesunde Hunde benötigen im Alter nach wie vor viel Protein. Wichtig dabei ist, dass sie leichtverdauliche und hochwertige Proteine zu sich nehmen. Denn diese Aminosäuren sind im Organismus für zahlreiche Aufbau- und Regenerationsprozesse, für den Zellaufbau und für die Erhaltung der Körpersubstanz - und daher gerade für einen alternden Hund - von Bedeutung. Getreide sollte in der Mahlziet nur in einer geringen Menge enthalten sein. Größere Mengen sind schwer verdaulich und belasten den träge gewordenen Magen-Darm-Trakt unnötig. Ebenso von großer Bedeutung sind und werden mit zunehmendem Alter die sogenannten "essentiellen" (mehrfach ungesättigten, z.B. Omega-3-) Fettsäuren, die die Alterungsprozesse und chronischen Entzündungsprozessen (z.B. Arthrose) entgegenzuwirken im Stande sind.

 

 

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